An dieser Stelle werden einige Orte, die in meinem neuen Roman eine Rolle spielen, vorgestellt, ohne allerdings zu viel von der Handlung des Krimis zu verraten. Es soll die Stimmung dieser wunderbaren Region wiedergegeben werden

Liliane Skalecki: Schattengleich –
Ein Fall für Madame le Juge Mathilde de Boncourt
Ein Südfrankreich-Krimi
Eine junge Untersuchungsrichterin legt sich mit den Spitzen der französischen Gesellschaft an - ein junger deutscher Reiseschriftsteller begibt sich auf Spurensuche in die Vergangenheit seiner französischen Vorfahren

Vor dem Palais de Justice in Nîmes wird auf die Untersuchungsrichterin Mathilde de Boncourt nach einem Strafprozess ein Attentat verübt. Mathilde überlebt schwerverletzt und ist sich sicher, dass hinter diesem Anschlag ein Pädophilen-Zirkel steckt, dessen Mitglieder aus den höchsten Kreisen der Gesellschaft kommen. Neben der Arena steht die Figur von El Nimeño, einem toten Stierkämpfer, den Mathilde selbst kennengelernt hatte. Mit seinem Denkmal hält die Untersuchungsrichterin häufig Zwiesprache...
Nîmes, Arena, im Hintergrund das Palais de Justice
 

 

Mathilde überlebt schwerverletzt und erholt sich danach auf dem Weingut ihres Großvaters, dem Château de Boncourt zwischen Nîmes und Saint-Gilles, von wo aus sie gegen die Hintermänner der Tat mit Unterstützung von Commandant Rachid Bouraada ermittelt …

Die Auffahrt zum Weingut

 

 

 

Der deutsche Reiseschriftsteller Martin Endress, der eigentlich einen Reiseführer über das Languedoc schreiben soll, ist auf der Suche nach Spuren seiner jüdischen Großmutter, die aus Montpellier stammte und mit dem deutschen Arzt Dr. Alfons Reuter verheiratet war. Sie starb 1941 bei einem Fluchtversuch aus dem Internierungslager Les Milles bei Aix-en-Provence, wo u. a. Lion Feuchtwanger, Golo Mann und Max Ernst inhaftiert waren. Nach seiner Ankunft im Süden steigt er in der Auberge La Pause du Pèlerin in Saint-Gilles gegenüber der berühmten Abteikirche ab …

Die mittelalterliche Abteikirche Saint-Gilles

 

 

 

 

Während Mathilde de Boncourt sich von den Folgen des Attentats auf dem Weingut ihres Großvaters erholt, ermittelt sie weiter. Dennoch bleibt ihr Zeit, mit Sébastien, dem Sohn ihrer Cousine, den Töpfermarkt in Uzès zu besuchen. Hier lernt sie zufällig Martin Endress kennen, der das kleine idyllische Herzogsstädtchen besucht ….

Töpfermarkt in der kleinen Herzogsstadt Uzès

 


 

Remy de Boncourt, der Großvater von Mathilde, und seine Freunde sitzen im Park des Weingutes zusammen und gedenken mit einem guten Glas Wein aus dem eigenen Anbau, ein Costières-de-Nîmes AOC, sowie einem leckeren Imbiss, einer Pissaladière, ihres verstorbenen Freundes.
Für alle Leser, die eine Pissaladière nachkochen wollen, hier die Zutaten: Eine Tarteform mit Mürbeteig auskleiden, darauf 750 g in Scheiben geschnittene und gedünstete Zwiebeln (wer mag, so wie ich, kann gestückelte Tomaten mitdünsten), Anchovisfilets und schwarze Oliven dekorativ darauf anordnen, Pfeffer, Salz, bei 175 Grad ca. 40 Minuten backen. Bon appétit! ...

Pissaladière à la Liliane

 

Martin macht einen Ausflug nach Sommières, wo jeden Samstag viele Einheimische und Touristen das rege Treiben in dem mittelalterlichen Städtchen genießen. Im Sommer finden neben den üblichen Veranstaltungen besondere Arten des Abrivado oder andere Vorführungen mit Camargue-Pferden im Fluss statt. Es gibt einen großen Flohmarkt (Marché aux puces) entlang des Flüsschens Vidourle, und in der Altstadt spaziert man über einen typischen südfranzösischen Wochenmarkt.  Die Händler bieten alle möglichen Köstlichkeiten an, aber auch alles für das tägliche Leben. Beliebt sind die frischen Austern aus Bouzigues bei Sète, gezüchtet im Bassin de Thau, die man gleich vor Ort isst oder nach Hause mitnimmt. Nach dem Bummel und dem Einkauf lässt man sich mitten im Gedränge an einem der Tische eines Bistros nieder, so zum Beispiel beim Sansavino, wo auch Martin bei einem Glas Wein seine Markteinkäufe gleich einmal kostet  …

Sommières Marché aux puces

 

Sommières wird nicht ohne Grund das ganze Jahr über gerne besucht. Das Städtchen verkörpert alles, was man sich unter einer idyllischen, mittelalterlich geprägten kleinen südfranzösischen Stadt vorstellt. Ich selbst bin, wann immer es geht, am Samstag dort auf dem Markt. Kein Wunder, dass auch einer der Protagonisten in meinem Roman Schattengleich, Martin Endress, dem Charme von Sommières erlegen ist.

Sommières Camargue Pferde im Flüsschen Vidourle

 

 

Der Wochenmarkt von Sommières erstreckt sich über die Gassen und Plätze der gesamten Altstadt. Besonders schön ist der von alten Häusern gerahmte zentrale Platz, wo sich die Marktstände unter den Schatten spendenden Platanen aufreihen.

Sommières Wochenmarkt

 

 

 

 

 

Hier im Trubel des Marktgeschehens gönne ich mir ein Glas Wein und entdecke so manchen Charakter für meine Romane.

Sommières: ein Aperitif und dazu frisches Landbrot, ein Genuss nach dem Einkauf

 

 

 

 

 

 

Am französischen Nationalfeiertag - Erinnerung an den Sturm auf die Bastille am 14. Juli 1789 -  hat Sommières am 14.7.2016 die Tour de France gefeiert, die mittags von vielen Menschen umjubelt das Städtchen passierte. Fröhlichkeit überall. Niemand ahnte, was sich am Abend in Nizza ereignen sollte.

Voller Trauer gedenken wir der 86 Toten und über 400 Verletzten dieses unmenschlichen Attentats von vor einem Jahr.

Sommières im Tour de France-Fieber 2016

 

 

 

 

Samstags ist immer Markt in Sommières. Im Einkaufskorb ein Dutzend frische Austern aus Bouzigues, die am Nachmittag zu einem kühlen Weißen, einem Frigouliers vom Camp-Galhan (dazu später mehr), munden werden.

Austern vom Wochenmarkt schmecken auch zu Hause

 

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